Ratgeber · Garten

Heckenschnitt: Was zwischen 1. März und 30. September erlaubt ist

Frisch geschnittene Hainbuchenhecke an einer Wohnstraße, Schnittgut und Heckenschere auf einer Plane

Vom 1. März bis 30. September dürfen Hecken nicht stark zurückgeschnitten oder entfernt werden. Ein schonender Formschnitt ist aber erlaubt. Hier lesen Sie, was das Bundesnaturschutzgesetz genau sagt und wann der richtige Zeitpunkt für welchen Schnitt ist.

Was § 39 Bundesnaturschutzgesetz regelt

§ 39 Abs. 5 Nr. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet es, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Ziel ist der Schutz brütender Vögel und anderer Tiere.

Ausdrücklich erlaubt bleiben in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs der Pflanzen entfernen. Das Verbot gilt auch in Privatgärten.

Formschnitt oder Rückschnitt – der Unterschied

Formschnitt Starker Rückschnitt
Was Nur den Neuaustrieb des Jahres kürzen Tief ins alte Holz schneiden, auf den Stock setzen, roden
Wann erlaubt ganzjährig, typisch Juni und August/September nur 1. Oktober bis 28./29. Februar
Ziel Form halten, dicht halten Verjüngen, deutlich verkleinern, entfernen

Der Artenschutz gilt immer

Auch beim erlaubten Formschnitt gilt das allgemeine Artenschutzrecht (§ 44 BNatSchG): Brütet ein Vogel in der Hecke, darf das Nest nicht gestört oder zerstört werden. Schauen Sie deshalb vor jedem Schnitt nach Nestern – und sparen Sie den Bereich aus, wenn Sie eines finden.

Wann Sie welche Hecke schneiden sollten

  • Ende Juni: erster Formschnitt nach dem Frühjahrsaustrieb – bei Hainbuche, Liguster, Buche und Kirschlorbeer.
  • August bis Mitte September: zweiter Formschnitt bei stark wachsenden Hecken, damit sie gut in den Winter gehen.
  • Oktober bis Februar: starker Rückschnitt, Verjüngung oder Entfernen einer Hecke.

Bei Nadelgehölzen wie Thuja oder Eibe sollten Sie nicht ins alte, kahle Holz schneiden – viele Arten treiben von dort nicht mehr aus.

Hecken am Gehweg

Wächst eine Hecke über den Gehweg, die Straße oder verdeckt Schilder und Laternen, verlangen die Gemeinden einen Rückschnitt bis zur Grundstücksgrenze. Dieser Schnitt ist als Pflegeschnitt auch im Sommer möglich. Achten Sie auch auf das Lichtraumprofil: Über Gehwegen wird meist eine freie Durchgangshöhe verlangt, über Fahrbahnen deutlich mehr – die genauen Werte legt Ihre Gemeinde fest.

Was bei Verstößen droht

Ein Verstoß gegen § 39 BNatSchG ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Wer außerdem ein besetztes Nest zerstört, verstößt gegen den besonderen Artenschutz.

Heckenschnitt vom Profi

Ich schneide Hecken im Main-Kinzig-Kreis zum richtigen Zeitpunkt, nehme das Schnittgut mit und kehre den Gehweg. Mehr auf der Seite Heckenschnitt.

Über den Autor

Pascal Rechburg ist Inhaber von Rechburgs Hausmeisterservice in Bad Orb und betreut Häuser, Gärten und Gewerbeflächen im Main-Kinzig-Kreis. In diesem Ratgeber beantwortet er Fragen, die ihm Kunden im Alltag stellen.

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Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick (Stand: September 2026) und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Darf ich im Juli meine Hecke schneiden?

Ja, einen schonenden Formschnitt, der nur den Zuwachs entfernt. Starke Rückschnitte sind bis 30. September verboten.

Gilt das Verbot auch im eigenen Garten?

Ja. § 39 Abs. 5 BNatSchG gilt für Hecken auch in Privatgärten.

Wann ist die beste Zeit für einen radikalen Rückschnitt?

Zwischen 1. Oktober und Ende Februar, am besten an einem frostfreien Tag.

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